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Vorsicht bei Mietwagen

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 12.02.2019, AZ: VI ZR 141/18 wiederholt auf die Schadensminderungspflicht des Gesch√§digten eines Verkehrsunfalles hingewiesen. In dem zu entscheidenden Fall hatte der Gesch√§digte bei einer Autovermietung ein Fahrzeug ange-mietet, obwohl er von dem Haftpflichtversicherer des unfallverursachenden Fahrzeuges vor Anmietung auf einen anderweitigen, g√ľnstigeren Mietwagenanbieter hingewiesen worden war.

In diesem Falle muss der Gesch√§digte w√§hrend der Reparaturdauer das g√ľnstigste Angebot annehmen. Es besteht eine Schadenminderungspflicht. Der Gesch√§digte wird deshalb nur den geringeren Preis des g√ľnstigeren Anbieters als Schadensersatz erhalten, die Mehrkos-ten, die durch die Anmietung des teuren Mietwagens entstehenden, muss er selbst tragen.

Gleichlautend verpflichtet auch die Rechtsprechung zunehmend die Geschädigten, vor An-mietung eines Mietwagens Preisvergleiche vorzunehmen.

Anstatt der Anmietung eines Mietwagens kann der Gesch√§digte selbstverst√§ndlich Nut-zungsausfallentsch√§digung verlangen. Er erh√§lt dann f√ľr jeden Tag des reparaturbedingten Ausfalles seines Fahrzeuges einen Barbetrag, dessen H√∂he sich nach dem Wert seines Fahrzeuges bemisst.

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RA. Klaus Leinenweber

Fachanwalt f√ľr Verkehrsrecht