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Schmerzensgeld

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte sich mit einer Methode zur Berechnung des Schmerzensgeldes zu besch√§ftigen, die das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/Main unter Anwendung eines ,,Handbuch Schmerzensgeld“ namhafter Juristen berechnet und zugesprochen hat.

Der BGH hat mit Urteil vom 15. Februar 2Q22, Az. Vl ZR937l2O dieser sog. ,,taggenauen Berechnung“ des Schmerzensgeldes, die vom OLG Frankfurt/Main vorgenommen wurde, eine klare Absage erteilt, da diese dem Einzelfall nicht gerecht werde.

Nach Ansicht des BGH sind fuŐąr die H√∂he des Schmezensgeldes im wesentlichen die Schwere der Verletzungen, das durch die Verletzung bedingte Leiden, dessen Dauer, das Ausma√ü der Wahrnehmung der Beeintr√§chtigung durch den Verletzten und der Grad des Verschuldens des Sch√§digers ma√ügebend. Hierbei ist nicht eine isolierte Betrachtung der einzelnen Umst√§nde des Falles, sondern eine Gesamtschau aller Umst√§nde des Einzelfalles m√∂glich.

So ist in erster Linie das Ausma√ü der entstandenen Lebensbeeintr√§chtigung zu beruŐącksichtigen. Auf Grundlage einer Gesamtbetrachtung ist eine einheitliche Entsch√§digung fuŐąr das sich insgesamt darbietende Schadensbild festzusetzen, die sich jedoch nicht streng rechnerisch ermitteln l√§sst.

Es ist Sache des Gesch√§digten, diesbezuŐąglich so vorzutragen, dass die Richter in der Lage sind, die erforderlichen AnknuŐąpfungstatsachen fuŐąr die Bemessung des Schmerzensgeldes zu erkennen.

Mitgeteilt von Klaus Leinenweber
Fachanwalt fuŐąr Verkehrsrecht