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Haftung des Haftpflichtversicherers eines PKW bei Brandschaden

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 26.03.2019, AZ: VI ZR 236/18 entschieden, dass der Haftpflichtversicherer eines PKW f├╝r einen Brandschaden haftet, der von dem Fahrzeug ausging.

Der PKW war zuvor unfallbesch├Ądigt zu einer Kfz-Werkstatt geschleppt worden. Dort kam es in der ├╝bern├Ąchsten Nacht im Frontbereich des Fahrzeuges zu einem Kurzschluss und dadurch zu einem gro├čfl├Ąchigen Brand, der auf das benachbarte Wohnhaus des Werkstattin-habers ├╝bergriff. Es hatte sich kapitaler Geb├Ąudeschaden realisiert. Nach dem Urteil des Bun-desgerichtshofs kann der Geb├Ąudeversicherer des Werkstattinhabers vom Haftpflichtversiche-rer des PKW und sogar vom Haftpflichtversicherer des den Verkehrsunfall verursachenden PKW Regress verlangen, weil der Brandschaden der von dem Fahrzeug ausgehenden Be-triebsgefahr zuzurechnen ist. Es hat sich somit der Schaden gem. ┬ž 7 Abs. 1 StVG ÔÇ×bei dem Betrieb eines KraftfahrzeugesÔÇť ereignet. Nach der h├Âchstrichterlichen Rechtsprechung ist der Betriebsbegriff sehr weit auszulegen, auch bei einem ÔÇ×stehenden oder ruhendenÔÇť Fahrzeug kann sich die Betriebsgefahr realisieren.

Mitgeteilt von

RA. Klaus Leinenweber

Fachanwalt f├╝r Verkehrsrecht