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Entscheidungsbefugnis f├╝r Corona-Impfung des Kindes

Die geschiedenen Eltern (gemeinsam sorgeberechtigt) stritten ├╝ber die Frage, ob das gemeinsame 16-j├Ąhrige Kind gegen Corona geimpft werden soll.

Die Kindesmutter, bei der das Kind lebte, war gegen die Impfung. Der Kindesvater, der das Umgangsrecht aus├╝bt, war f├╝r die Impfung.

Auch das 16-j├Ąhrige Kind sprach sich f├╝r die Impfung aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, dass demjenigen Elternteil die Entscheidungsbefugnis zu ├╝bertragen ist, der die Impfung bef├╝rwortet.

Grund hierf├╝r ist, dass die STIKO diese Impfung empfohlen hat und diese Impfung den medizinischen Standard wiedergibt.

Somit ist im Regelfall die Entscheidung ├╝ber eine Impfung dem Elternteil zu ├╝bertragen, der den Empfehlungen der STIKO folgen m├Âchte.

(OLG Frankfurt/M. Beschluss vom 17. August 2021, Az.: 6 UF 120/21)

Mitgeteilt von Rechtsanw├Ąltin Alexandra Salzmann (Fachanw├Ąltin f├╝r Familienrecht)